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Landtagswahlen März 2016 - Die belegbaren Ergebnisse

Hier nun also die nicht-offiziellen aber zumindest "eindeutig belegbaren" Ergebnisse der drei Landtagswahlen im Frühjahr 2016:

 Zunächst Baden-Württemberg:

 

Anhand der Wahlbeteiligung von 70,42% lässt sich berechnen, dass etwa für die CDU nur 19 % der Wahlberechtigten  (statt 27 %) gestimmt haben, für die AfD lediglich 10,6 % (statt 15,1 %). 29,58 % der Wahlberechtigten haben für niemanden gestimmt.

Rechnerisch wurden damit 99 Sitze tatsächlich vergeben, für 44 Sitze erfolgte kein explizites Votum. Dennoch wurden diese Sitze anteilig den restlichen Parteien mit über 5% zugeschlagen.

Setzte man voraus, dass es sich bei den Nichtwählern um eine Art "zufällige Ausfälle" handelt (z.P. keine Zeit, Urlaub, politisches Desinteresse), so wäre diese Verfahrensweise plausibel. Man könnte sie zunächst dadurch begründen, dass nach dem Prinzip der Repräsentativität das unvollständige Wahlergebnis die Volksmeinung dennoch korrekt wiedergibt. Liegt keine Meinung vor, so könnte man ergänzend argumentieren, die zugehörige Stimme müsse auch nicht berücksichtigt werden.

Allerdings ist diese Interpretation mit Sicherheit nicht vollständig. Ein mehr oder weniger großer Anteil der Nichtwählerschaft besteht aus politisch interessierten Personen, die sich durch keine der Parteien angemessen vertreten fühlen oder diese vielleicht sogar kritisieren und ablehnen.

Für derartige "Vetostimmen" lässt die demokratische Repräsentation jedoch keinen Raum. Für Wahlen gilt salopp gesagt: Pest oder Cholera, aber keins von beidem geht nicht!

Im oben gezeigten Fall werden also 44 zumindest unklare Sitze unter den registrierten Parteien verteilt. Ein Teil dieser Sitze ist sicherlich durch Zufall zustande gekommen, ein Teil hat aber eine politische Relevanz, die hier aus welchen Gründen auch immer ignoriert wird.

Aus diesen Grunde wurden die hier dargestellten Ergebnisse "eindeutig belegt" genannt". Über den Rest kann man diskutieren. Ihn stillschweigend zu vereinnahmen könnte man auch als befremdlich empfinden.

Im Folgenden zur Vollständigkeit eine Darstellung der beiden anderen Ergebnisse.

Rheinland-Pfalz:

 


 

Sachsen-Anhalt:

 


 

4.4.16 10:27

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